Die Perfekte Nussmilch Selbstgemacht Samtig Simpel
Inhaltsverzeichnis
Adieu Tetra Pack: Warum Ihre Nussmilch Zusatzstoffe nicht braucht
Wer einmal den Unterschied zwischen industriell gefertigter Pflanzenmilch und der selbst hergestellten Version geschmeckt hat, wird den Weg zurück kaum finden. Der Hauptgrund, warum Sie das Projekt Nussmilch selber machen in Angriff nehmen sollten, liegt in der Kontrolle über die Inhaltsstoffe.
Fertigprodukte enthalten oft Stabilisatoren, Verdickungsmittel wie Carrageen oder unnötige Emulgatoren, die die Textur manipulieren, aber keinen gesundheitlichen Mehrwert bieten.
Ihre selbstgemachte Variante ist ein reines Naturprodukt und somit die weitaus bessere Antwort auf die Frage: Wie gesund ist Nussmilch wirklich?
Der wahre Geschmack von Nüssen
Der Geschmack von frisch zubereiteter Nussmilch ist unvergleichlich. Während kommerzielle Produkte oft wässrig schmecken und den nussigen Kern nur andeuten, explodiert die hausgemachte Version förmlich vor Aroma.
Wir nutzen ein ideales Verhältnis von 150 Gramm Nüssen pro Liter Wasser, was eine satte, intensive Basis schafft. Durch die Verwendung von ungefilterten, hochwertigen Mandeln (oder Ihrer Nusswahl) erhalten Sie eine Samtigkeit, die sich ideal in Kaffee und Smoothies einfügt, ohne den künstlichen Beigeschmack von Geliermitteln.
Hier geht es um Transparenz und den unverfälschten Genuss des Nusskerns.
Kontrolle über Süße und Konsistenz
Ein weiterer entscheidender Vorteil der Eigenproduktion liegt in der vollständigen Gestaltungsfreiheit. Sie entscheiden über die Dichte der Milch und vor allem über ihren Zuckergehalt.
Wer Wert auf eine ketogene oder kohlenhydratarme Ernährung legt, weiß, dass die meisten Supermarkt Pflanzenmilchsorten unnötig Zucker enthalten. Wir können stattdessen natürliche Süßungsmittel wie Medjool Datteln verwenden oder, für reine Low Carb Drinks , auf Alternativen wie Erythritol setzen.
Mit einer Prise Meersalz, die das Aroma der Nuss signifikant hervorhebt, stellen Sie sicher, dass Ihre Nussmilch perfekt auf Ihren persönlichen Geschmack und Ihre Ernährungsziele abgestimmt ist.
Die Basis der perfekten Nussmilch: Auswahl und Mengen
Bevor wir uns dem eigentlichen Mixprozess widmen, legen wir das Fundament für eine unschlagbar cremige Textur. Die Auswahl der Nüsse und das korrekte Vorbereiten sind dabei die wichtigsten Schritte.
Die Königsklasse der Nüsse: Mandeln, Haselnüsse oder Cashews?
Unser Basis Rezept orientiert sich an der vielseitigen Mandelmilch, da Mandeln einen neutralen und cremigen Geschmack liefern. Generell können Sie jedoch jede Nussart im 1:1-Verhältnis verwenden.
Cashewkerne sind besonders beliebt, da sie von Natur aus weicher sind und oft nur eine kurze Einweichzeit benötigen, was sie ideal für eilige Projekte macht. Haselnüsse hingegen liefern eine rustikalere, intensivere Geschmacksnote, die hervorragend zu Schokoladen- oder Kaffeegetränken passt.
Unabhängig von Ihrer Wahl sollten Sie immer rohe Nüsse ohne Zusatz von Ölen oder Salz verwenden, idealerweise in Bio-Qualität.
Unverzichtbare Küchenhelfer: Mixer und der entscheidende Nussmilchbeutel
Um die Fette und die Nährstoffe optimal aus den Nüssen zu lösen, benötigen Sie einen leistungsstarken Standmixer. Ein minderwertiger Mixer führt oft zu einer körnigen Konsistenz.
Das Herzstück des Prozesses ist jedoch das Filtern, weshalb ein spezieller Nussmilchbeutel unerlässlich ist. Dieser feinmaschige Beutel (oft aus Nylon oder Hanf) ermöglicht es, die Flüssigkeit ohne Rückstände von der Pulpe zu trennen.
Suchen Sie eine Nussmilchbeutel Alternative ? Ein sehr feines Käsetuch (Mulltuch) oder ein sauberes Leinen Küchentuch, das Sie über einem Sieb drapieren, kann notfalls verwendet werden, erfordert aber mehr Geduld und Kraft beim Ausdrücken.
Moderne Küchengeräte, wie ein Nussmilchbereiter , können den gesamten Prozess automatisieren, doch die händische Methode mit Beutel liefert oft das cremigste Ergebnis.
Geheimtipp: Die Wichtigkeit des Einweichens für die Cremigkeit
Der entscheidende Schritt für eine bekömmliche und samtige Milch liegt im Einweichen. Wir geben 150 g rohe Mandeln in eine Schüssel und bedecken sie großzügig mit Wasser.
Eine Einweichzeit von 6 bis 12 Stunden (am besten über Nacht) dient zwei Hauptzwecken: Erstens macht es die Nüsse weicher, was dem Mixer die Arbeit erleichtert, die Zellstruktur aufzubrechen und somit eine maximale Cremigkeit zu erzielen.
Zweitens hilft das Einweichen, Phytinsäure abzubauen, was die Nährstoffaufnahme und die allgemeine Verdaulichkeit der Nussmilch verbessert. Das Einweichwasser muss anschließend unbedingt abgegossen und die Nüsse gründlich gespült werden, bevor sie in den Mixer kommen.
Schritt für-Schritt zur cremigen Nussmilch: Die Zubereitung
Nach der Vorbereitung ist der eigentliche Vorgang des Mixens und Abseihens ein Kinderspiel. Wir zeigen Ihnen, Wie mache ich Nussmilch? – schnell, effizient und ohne Chaos.
Schritt 1: Das Wasser Nuss-Verhältnis meistern
Für unser Basis Rezept verwenden wir die gespülten, eingeweichten 150 g Mandeln zusammen mit 1000 ml frischem, gefiltertem Wasser. Die Qualität des Wassers spielt hier eine Rolle, da es den Hauptbestandteil der fertigen Milch ausmacht.
Ein kleiner Expertentipp: Verwenden Sie für den Mixvorgang eisgekühltes Wasser. Die Kälte sorgt dafür, dass sich das Nussfett langsamer erwärmt und eine stabilere, cremige Emulsion bildet, die weniger schnell ausflockt.
An diesem Punkt können Sie auch optionale Geschmacksgeber wie die Prise Meersalz oder die entsteinten Medjool Datteln hinzufügen.
Schritt 2: Der perfekte Mixvorgang
Geben Sie alle Zutaten in den Hochleistungsmixer. Beginnen Sie langsam, um die Zutaten zu vermischen, und steigern Sie dann die Geschwindigkeit auf das Maximum. Die Milch muss für volle 90 Sekunden bis 2 Minuten bei höchster Stufe gemixt werden.
Nur so wird gewährleistet, dass die Nüsse vollständig zerkleinert werden und ihre gesamte Cremigkeit und Farbe an die Flüssigkeit abgeben. Sie werden sehen, wie sich das Wasser in eine opake, leicht schaumige, milchig weiße Flüssigkeit verwandelt.
Schritt 3: Sauberes Abseihen So bleibt keine Pulpe zurück
Nach dem Mixen erfolgt die Filtration. Spannen Sie den Nussmilchbeutel über eine große Schüssel. Gießen Sie die gemixte Flüssigkeit vorsichtig hinein.
Nun folgt der wichtigste manuelle Schritt: Schließen Sie den Beutel und drücken Sie die Flüssigkeit langsam und kraftvoll durch den Stoff. Achten Sie darauf, die Pulpe im Beutel zu sammeln. Drücken Sie so lange, bis wirklich kein Tropfen Flüssigkeit mehr austritt.
Die zurückbleibende, leicht trockene Masse ist die sogenannte Okara (Nusspülp). Die gewonnene Nussmilch ist nun fertig zum Abfüllen in einen sterilisierten, luftdichten Behälter.
FAQ und Optimierung: Das Beste aus Ihrer Nussmilch herausholen
Nachdem Sie Ihre erste frische Nussmilch selber machen konnten, gibt es noch einige Tipps zur Lagerung und Verfeinerung, um sie optimal in Ihren Alltag zu integrieren.
Haltbarkeit und Lagerung: Wie lange die selbstgemachte Nussmilch frisch bleibt
Da selbstgemachte Nussmilch keinerlei Konservierungsstoffe enthält, ist ihre Haltbarkeit begrenzt. Im Kühlschrank, in einem sterilisierten und luftdichten Behälter aufbewahrt, hält sie sich etwa 4 Tage frisch.
Es ist normal, dass sich das Wasser und das Nussfett im Laufe der Zeit leicht voneinander trennen. Vor dem Gebrauch sollte die Flasche daher stets kurz geschüttelt werden. Für die Sterilisation der Flasche empfiehlt sich die gleiche Methode wie beim Einkochen von Marmelade, um die maximale Frische zu gewährleisten.
Aromatisierung: Vanille, Zimt und Datteln für den besonderen Kick
Das Basis Rezept lässt sich wunderbar individualisieren. Für eine klassische, warme Note fügen Sie dem Mixvorgang einen halben Teelöffel reinen Vanille Extrakt oder eine Prise Zimt hinzu.
Wenn Sie die Milch süßen möchten, sind Medjool Datteln die erste Wahl, da sie nicht nur Süße, sondern auch eine schöne Karamellnote und zusätzliche Ballaststoffe liefern.
Für strengere Low Carb Drinks können Sie stattdessen Ahornsirup durch eine geschmacklose, hitzestabile Süße wie Erythritol ersetzen. Für eine goldene Milch Variante bietet sich die Zugabe von Kurkuma und Ingwer an, was die Nussmilch zu einem funktionalen, immunstärkenden Getränk macht.
Resteverwertung: Ideen für den übrig gebliebenen Nusspülp
Werfen Sie die im Nussmilchbeutel zurückgebliebene Okara, den wertvollen Nusspülp, keinesfalls weg! Er ist reich an Ballaststoffen und Fetten. Dieses Restgut ist eine hervorragende Zutat für viele Vegan Rezepte .
Sie können den Pülp im Ofen bei niedriger Temperatur trocknen und fein mahlen, um Ihr eigenes Nussmehl zu gewinnen, das sich ideal zum Backen von glutenfreien oder kohlenhydratarmen Keksen eignet.
Alternativ lässt sich die feuchte Okara direkt als Basis für vegane Energie Bällchen, herzhafte Brotaufstriche oder sogar als Zutat in Frikadellen Ersatzprodukten nutzen.
Häufig gestellte Fragen zum Rezept
Wie lange hält sich meine selbstgemachte Nussmilch im Kühlschrank?
Da diese Nussmilch keine künstlichen Konservierungsstoffe oder Stabilisatoren enthält, ist ihre Haltbarkeit kürzer als die gekaufter Produkte. Sie hält sich in einem luftdicht verschlossenen, sterilisierten Behälter im Kühlschrank etwa 3 bis 5 Tage.
Vertrauen Sie stets Ihrer Nase und dem Blick: Sobald sie sauer riecht oder klumpt, ist sie leider nicht mehr genießbar. Vor Gebrauch immer gut schütteln, da sich die Bestandteile natürlich trennen.
Ich habe diesen Nuss Trester übrig was mache ich mit dem Okara?
Bitte werfen Sie das wertvolle Okara (den zurückgebliebenen Nuss Trester) auf keinen Fall weg! Es ist reich an Ballaststoffen und ein echtes Küchengold. Sie können den Trester im Ofen trocknen und zu einem feinen Nussmehl verarbeiten, welches sich hervorragend zum Backen eignet.
Alternativ lässt es sich sofort als Basis für vegane Aufstriche oder Frikadellen nutzen ganz im Sinne unserer deutschen "Resteverwertung"-Effizienz.
Muss ich die Mandeln wirklich über Nacht einweichen? Das ist ja fast preußische Ordnung!
Ja, dieser Schritt ist essenziell für die perfekte Konsistenz und vor allem für Ihre Verdauung. Das Einweichen reduziert die Phytinsäure, wodurch die Nährstoffe (wie Zink und Magnesium) besser aufgenommen werden können.
Außerdem werden die Nüsse dadurch weicher, was dem Mixer hilft, eine viel cremigere, fast samtige Textur in Ihrer Nussmilch zu erzeugen.
Warum trennt sich meine Nussmilch im Kaffee, und wie verhindere ich das?
Dieses "Flocken" liegt meist an der Temperaturdifferenz zwischen der kalten Milch und dem sehr heißen Kaffee. Ein guter Tipp ist, beim Mixen eisgekühltes Wasser zu verwenden, da dies eine stabilere Emulsion erzeugt.
Oder Sie wärmen die Nussmilch kurz vor dem Hinzufügen zum Kaffee leicht an (temperieren), damit der Schock für die Fette und Proteine geringer ausfällt und sie nicht ausflocken.
Welche Nüsse eignen sich am besten für meine nächste Nussmilch Kreation?
Mandeln bieten einen neutralen, vielseitigen Geschmack. Wenn Sie es besonders cremig mögen, sind Cashewkerne die beste Wahl; sie benötigen auch die kürzeste Einweichzeit.
Für einen kräftigen, winterlichen Geschmack probieren Sie Haselnüsse oder Pekannüsse diese passen wunderbar zu Kakao oder herbstlichen Gewürzen wie Zimt und Nelke.
Samtige Nussmilch Selber Machen
Zutaten:
Anleitung:
Nährwertangaben:
| Calories | 214 kcal |
|---|---|
| Protein | 17.9 g |
| Fat | 14.3 g |
| Carbs | 3.6 g |
| Fiber | 0.0 g |
| Sodium | 804 mg |